Erfolgreiche Schweineentwurmung
Die verschiedenen Behandlungsmethoden
Kurative Behandlung | Prophylaktische Behandlung |
Die Wurmbekämpfung im Sinne einer Therapie, das heisst Behandlung nur bei sichtbaren Krankheitssymptomen, wird den heutigen Anforderungen an Tiergesundheit und Wirtschaftlichkeit in keiner Weise mehr gerecht. | Absolut wurmfreie Betriebe kommen in der Praxis nicht vor. Vorbeugen ist besser als heilen. Eine regelmässige Entwurmung schützt vor wirtschaftlichen Schäden und teuren Sanierungen. |
Einzeltierbehandlung | Bestandesbehandlung |
Die Einzeltier- oder auch die Gruppenbehandlung hat auf den Infektionsdruck auf Betriebsebene kaum eine positive Wirkung. | Es ist durch mehrere Studien erwiesen, dass nur durch die Bestandesentwurmung eine wirksame und dauerhafte Reduktion des Infektionsdruckes auf dem Betrieb erreicht wird. Betriebssanierungen sind nur durch Bestandesbehandlungen sinnvoll möglich. |
Eintagesentwurmung | Mehrtagesentwurmung |
Die nötige Menge Wirksubstanz wird auf einmal verabreicht. Da die Wanderstadien nicht erfasst werden und eine Wiederholung der Behandlung alle 4 bis 5 Wochen nötig ist, handelt es sich im Prinzip um eine unvollständige Entwurmung. Diese Methode wird daher nur noch vereinzelt angewendet. | Die nötige Menge an Wirksubstanz wird über mehrere Tage verteilt verabreicht. Diese Methode hat sich heute allgemein durchgesetzt. Damit werden auch die Wanderstadien erfasst. Zudem wird die Eiausscheidung für 3 bis 4 Monate effizient reduziert, wodurch der Infektionsdruck auf dem Betrieb deutlich verringert wird. |
Die erfolgreiche Behandlungsstrategie lautet:
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Die Behandlungsintervalle
Zuchtbetriebe: Als absolutes Minimum gilt: 2x jährlich während 10 Tagen den ganzen Bestand entwurmen. Betriebe mit Freiland- und Weidehaltung sollen mind. 4 x jährlich, bei manifesten Problemen vorübergehend 6 x jährlich, während 10 Tagen behandelt werden.
Mastbetriebe: Idealerweise werden die Mastferkel bereits auf dem Herkunftsbetrieb entwurmt. Eine Langzeitbehandlung von mind. 5 bis 7 Tagen kurz nach dem Einstallen reicht für die ganze Mastperiode aus. Eintagesbehandlungen müssten alle 5 Wochen, das heisst 1 bis 2 x während der Mastperiode, wiederholt werden und sind daher nicht zu empfehlen.
Ferkel: Eine spezielle Behandlung der Ferkel ist nur dort notwendig, wo Probleme mit dem Zwergfadenwurm auftreten.
Anforderungen an ein gutes Entwurmungsmittel
Hygienische Massnahmen
Hygienische Massnahmen gehören zwingend zu einer erfolgreichen Entwurmungsstrategie!
- Sauberhalten von Stiefeln, Werkzeug und Geräten
- Regelmässige Reinigung der Buchten mit Wasserdampf
- Waschen der Sauen vor dem Umstallen in den Abferkelstall
- Nur wurmfreie, d.h. kurz vor dem Zukauf entwurmte Schweine auf dem Betrieb einstallen.








