Lohnt sich eine regelmässige Überwachung auf Ketose?

Annahme einer Situation für die Schweiz

Parameter und Bedingungen für die Berechnungen:

  • Ketoseinzidenz beträgt 40% (Angaben für Deutschland)
  • Durchschnittsbetrieb produziert mit 30 Hochleistungskühen vorwiegend Milch
  • Alle Kühe sprechen auf die Ketosebehandlung an.

Zielgrössen

 

Wert in CHF

12 Tiere leiden pro Jahr an subklinischer Ketose (=40%); pro Tier 100.- Verlust

1'200.-

Jede Kuh wird in der 1. und 2. Woche nach Abkalbung untersucht; Ketolac BHB erkennt 90% (=11 Tiere); der erfasste Verlust beträgt 11x 100.-

1'100.-

Der tatsächliche Verlust beträgt 12x 100.-

1'200.-

30 Kühe 2x pro Jahr mit Ketolac BHB testen (60x 3.60)

216.-

11 Kühe 3 Tage lang behandeln (20.-/Kuh)

220.-

Kosten für Tests und Behandlungen

436.-

Kosten für 10% nicht erfasste Population (=1 Tier)

100.-

Gesamtkosten pro Jahr

536.-

Gesamtnutzen pro Jahr (=erfasster Verlust)

1'100.-

Kosten/Nutzen-Verhältnis (=536.-/1100.-)

1 / 2

Jahresgewinn durch Ketoseüberwachung (1100.- - 536.-)

564.-

Jahresgewinn pro Tier durch Ketoseüberwachung (564.-/30)

18.80

Quellen: VETERINARIA AG und Geishauer Th. et al., 2000. Lohnt regelmässige Überwachung auf Ketose in Milchkuhherden?. Der praktische Tierarzt 81: 850-858.

Fazit:

Diese Werte können natürlich schwanken!
Die Daten deuten aber darauf hin, dass eine regelmässige Überwachung auf subklinische Ketose bei Milchkühen vor allem in Hochleistungsbetrieben oder in Problembetrieben auch in der Schweiz wirtschaftlich lohnend sein kann.

© Veterinaria AG