Ernährung von Saugwelpen

Neugeborene Hunde- und Katzenwelpen haben keine grossen Energiereserven, da sie noch keine Fettdepots besitzen. Deshalb ist es lebenswichtig, dass sie so rasch als möglich anfangen zu trinken.

 

Sie kontrollieren die Energieversorgung der Saugwelpen am besten, indem Sie das Verhalten des Muttertieres und der Welpen beobachten. Regelmässiges Wiegen der Welpen innerhalb der ersten Lebenstage sowie eine gründliche Dokumentation der Gewichtszunahme ist für die rechtzeitige Erkennung von Störungen sehr hilfreich. Spätestens 12 Stunden nach der Geburt sollten die Welpen zunehmen und nach 7 bis 9 Tagen sollte sich das Geburtsgewicht verdoppelt haben.

Massnahmen bei unterernährten Welpen

Eine fehlende oder mangelnde Aufnahme von Nahrung führt rasch zu einem Absinken des Blutzuckerspiegels. Mögliche Ursachen sind:

  • geschwächte Welpen nach einer Frühgeburt oder einer schweren Geburt
  • ungenügende Milchaufnahme bei Missbildungen der Welpen wie z. B. Gaumenspalten
  • ungenügende oder fehlende Milchproduktion der Mutter (Agalaktie, Infektionen des Gesäuges, zu grosser Wurf)
  • Ablehnung der Welpen durch das Muttertier
  • ungeeignete Umgebungstemperatur

 
Bei einer ungenügenden Milchaufnahme oder Milchproduktion des Muttertieres müssen die Welpen mit Milchersatz aufgezogen werden. Kuhmilch ist dazu nicht geeignet, da sie zuviel Milchzucker sowie zuwenig Fett und Energie enthält und damit zu Durchfällen führen kann. Milchersatzprodukte entsprechen in ihrer Zusammensetzung genau dem Nährstoffprofil der Muttermilch der Hündin, bzw. der Kätzin. Fragen Sie Ihre Tierärztin / Ihren Tierarzt nach geeigneten Milchersatzprodukten für Ihre Welpen.

 

Bei der Fütterung sind die Welpen in eine waagrechte Haltung zu bringen, damit sie sich nicht verschlucken und keine Milch in die Luftröhre bekommen. Bei mutterloser Aufzucht sollten anfänglich 10 bis 12 Mahlzeiten pro Tag verabreicht werden, auch nachts! Ab der 3. bis 4. Lebenswoche kann auf die Nachtfütterung verzichtet werden. Nach der Fütterung müssen durch Massage der Bauch- und Analgegend der Kot- und Harnabsatz gefördert werden.

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